Weißdorn Rotdorn

Weißdorn Rotdorn

Der Eingrifflige Weißdorn Crataegus monogyna sowie der Rotdorn Crataegus laevigata gehört in die Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ihr Holz unterscheidet sich im Prinzip kaum. Daher werden sie an dieser Stelle gemeinsam betrachtet.

Eigenschaften des Weißdorn- und Rotdornholzes

Das Weißdornholz und das Rotdornholz ist nahezu identisch. Es ist sehr hart und feinporig. Es lässt sich gut polieren. Mit einer Rohdichte von ca. 770 kg / m³ ist es vergleichbar mit der Hainbuche (Weißbuche).

Seine Farbe bewegt sich zwischen rosa-lachsfarben bis gelblich. Auch hellbraune Streifen durchziehen die Maserung. Typisch für diese Holzart sind dunkelbraun, fast schwarze Bereiche, die sich fleckenartig in das helle Holz verirren. Das sind eingewachsene Rindenbereiche.

Die schmalen Stämme sind oft drehwüchsig und zudem spannrückig. D. h. der Stammquerschnitt ist nicht wirklich rund, sondern hat viele Ausbuchtungen und Einkerbungen. Das erschwert die Nutzbarkeit der ohnehin dünnen Stämme.

Das feine und edel wirkende Holz kann mit etwas Geschick gut zu Kunstgegenständen und feinen Möbeln verarbeitet werden.

Botanik

Der Eingriffelige Weißdorn ist in fast ganz Europa beheimatet. Er wird auch Hagedorn, Heckendorn oder Mehlfässchen genannt. Letzterer Name bezieht sich auf die Eigenschaft der Früchte.

Seine Verbreitung erstreckt sich von Mittel- bis Südeuropa, in den Norden bis Südskandinavien, bis zur Wolga und zum Kaukasus, in die Osttürkei und sogar bis in Teile Nordafrikas.

Er wächst in lichten Mischwäldern in der Ebene und bis ins Hochgebirge. Vor allem in niederschlagsreichen Tieflagen und Gebieten mit Kalkböden ist er an zu treffen.

Meist tritt er strauchförmig, oder mehrstämmig in Erscheinung. Mit seiner unregelmäßigen Krone wird er bis zu acht Meter hoch. Die schräg nach oben wachsenden Äste sind dicht verzweigt.

Die Blütezeit ist von Mai bis Juni. Die Blüten wachsen in lockeren, ausgebreiteten Rispen und sind zwittrig. Die bis zu 15 mm großen, weißen Einzelblüten haben bis zu zwanzig Staubblätter mit dunkelroten Staubbeuteln. Die Fruchtknoten haben einen Griffel. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten.

Die Früchte erscheinen ab August. Sie sind etwa 10 mm im Durchmesser und apfelartig. Das Fruchtfleisch ist körnig und wird zur Fruchtreife mehlig-weich. Die Kelchblattzipfel sind zurückgeschlagen. Die leuchtend roten Früchte enthalten nur einen Samen.

Die Blätter sind sommergrün, wechselständig und bis zu acht Zentimeter lang. Die Blattform ist unterschiedlich. Die Blattränder sind weitgehend ganzrandig, jedoch in drei bis sieben Teile gelappt. Einige Einschnitte gehen tief, bis zur Mittelader des Blattes. An den Spitzen sind die Blätter mit wenigen Zähnen fein gesägt. An der Oberseite glänzen die Blätter, an der Unterseite sind sie blaugrün. In den Blattaderachseln sind sie behaart.

Die Borke ist in jungen Jahren graugrün und glatt. Später wird sie bunkelbraun und ist mit zahlreichen, langgestreckten Schuppen versehen.

Der Weißdorn wird medizinische bei Bluthochdruck und als Herztonikum genutzt. Die mehligen Früchte können auch als Nahrungszusatz z.B. beim Backen verwendet werden.

Eine Zusammenstellung einheimischer Holzarten finden sie hier: 
Holz vom einheimischen Baum

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