Holunder

Holunder

Der Schwarze Holunder Sambucus nigra gehört in die Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Er ist ein in Mitteleuropa heimisches und weit verbreitetes Gehölz. Aufgrund seiner duftenden Blüten und seiner Beeren wird er sehr geschätzt.

Eigenschaften des Holunderholzes

Das Holunderholz ist feinporig und mittelhart. Es hat eine Rohdichte von ca. 680 kg / m³ und ist in diesem Bereich mit Ahorn und Birke vergleichbar.

Der breite Splintholzbereich ist im geschliffenem und geölten Zustand hell gelblich. Bei Mittelbrettern sind im Splintholzbereich gut kleine Spiegel sichtbar. Das sind die Speicherzellen, etwa in der Größe, wie sie auch bei der Rot-Buche vorkommen.

Der Kernholzbereich ist hellbraun und wird von dunkelbraunen Streifen durchzogen. Es ergibt sich ein sehr interessantes und einzigartiges Maserbild. Man könnte es als wolkig bezeichnen.

Botanik

Der Holunder wächst in feuchten Laubmischwäldern und an Wald- und Feldrändern. Er ist in ganz Europa verbreitet, außer im nördlichen Skandinavien. In Städten und im dörflichen Umfeld wird er als attraktives Ziergehölz in Gärten und Parks angepflanzt.

Das Gehölz wächst meist strauchförmig und mehrstämmig. Selten sind auch baumförmige, bis zu zehn Meter hohe Exemplare an zu treffen. Die Äste sind oft überhängend, reich verzweigt und dicht belaubt.

Die Blüte erscheint von Mai bis Juni. Sie duftet wunderbar. Sie ist zwittrig. Viele kleine Einzelblüten bilden eine zehn bis fünfzehn Zentimeter breite Schirmrispe. Die Blüten sind fünfzählig, weiß bis cremefarben und 7 mm im Durchmesser. Der Kelch ist grünlich weiß. Die fünf weißen Kronblätter sind weit geöffnet. Fünf Staubblätter erinnern an gelbliche, gestielte Zungen. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen und andere Insekten.

Die Früchte bilden sich im August bis September. Die bis zu 6 mm großen, kugeligen Steinfrüchte sind anfangs rot und später schwarz-violett. Im Inneren befinden sich meist drei braune, längliche, bis zu 4 mm große Steinkerne. Die Früchte sind saftig und die Samen werden von Vögeln und Kleinsäugern weit verbreitet.

Die Früchte werden im Volksmund auch Fliederbeeren genannt. Aus ihnen werden Saft, Marmeladen, Gelees und Holundersuppe hergestellt. Aus den Blüten lässt sich ein schmackhafter Sirup zaubern.

In unreifen Früchten ist eine geringe Menge an giftigen Blausäureverbindungen vorhanden, die bis zur Reife abgebaut werden. Auch durch Erhitzen der Beeren hebt sich die giftige Wirkung auf.

Die Beeren können auch zum Färben verwendet werden. Früher wurde auf diese Weise Wolle und Leder gefärbt.

Die Blätter sind sommergrün, gegenständig und zehn bis dreisig Zentimeter groß. Sie sind unpaarig gefiedert mit meist fünf Fiederblättchen. Diese sind gegenständig und kurz gestielt. Die eiförmigen Blättchen sind sechs bis zehn Zentimeter lang, eiförmig und vorn zugespitzt. Der Blattrand ist gesägt. An der Basis befindet sich eine Nektardrüse. Die Blätter sind auf der Oberseite matt dunkelgrün und auf der Unterseite heller. Zerrieben riechen die Blätter unangenehm herb. Die Zweige haben ein weiches, weißes Mark im Inneren.

Die Rinde ist hellgrau bis graubraun. Sie ist längsrissig. Längliche, sich aufwölbende Schuppen blättern vom Stamm ab.

Eine Zusammenstellung einheimischer Holzarten finden sie hier: 
Holz vom einheimischen Baum

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