Essigbaum
Der Essigbaum Rhus typhina gehört in die Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae). Er wird auch Kolben-Sumach genannt. Ursprünglich kommt dieser Baum aus dem Osten Nordamerikas. Im 17. Jahrhundert wurde er nach Europa gebracht.



Eigenschaften des Essigbaumholzes
Das Essigbaumholz hat auf den ersten Blick Ähnlichkeiten mit dem Robinienholz. Wie dieses gehört es zu den ringporigen Hölzern. D.h. große Holzporen, streifig in Jahresringen angeordnet, wechseln sich regelmäßig mit feinen Holzporen ab. Die Jahrringe mit den großen Poren sind intensiv dunkelbraun. Wogegen die Jahringe mit den feinen Holzporen heller sind. Farblich gehen sie etwas ins grünliche. Zudem reflektieren sie glitzernd das einfallende Licht.
Mit einer Rohdichte von ca. 650 kg pro Kubikmeter gehört das Essigbaumholz eher zu den mittelharten Hölzern. Was dies betrifft, ist es mit Birke und Ahorn vergleichbar.
Das Essigbaumholz ist ein sehr interessantes Holz und lässt sich gut zu kleinen Möbeln und Kunsttischlerarbeiten verarbeiten.


Botanik
Der Essigbaum ist ein kleiner Baum oder Strauch mit einer Höhe von bis zu 8 Metern. Er ist oft mehrstämmig. Seine Krone ist breitwüchsig, reich verzweigt und etwas sparrig. Er bildet regenerationsfreudig sehr viel Wurzelbrut und dadurch oft dichte Gebüsche.
Ursprünglich in Gärten und Parkanlagen zur Zierde angepflanzt ist er heute oft verwildert an Straßenrändern, oder auf Schuttablageplätzen zu finden.
Die wechselständigen, bis zu 60 Zentimeter langen Blätter erscheinen im Frühjahr. Einzelne, elf bis 31 gegenständige Fiederblättchen sind an der Blattspindel angeordnet. Die Fiederblättchen sind länglich und vorne zugespitzt. Ihr Blattrand ist gesägt. An der Oberseite sind sie matt dunkelgrün und an der Unterseite graugrün. Ober- und unterseits sind sie behaart. Im Herbst erfreuen sie mit einer intensiv roten Herbstfärbung.
Die Blüten erscheinen im Juni bis Juli in aufrechten, elf Zentimeter langen, kolbenartigen Rispen. Sie sind zweihäusig, d.h. es gibt rein weibliche und rein männliche Baumexemplare. Die Einzelblüten sind fünfzählig und bis zu sechs Millimeter im Durchmesser. Sie haben einen grünlichen Kelch und gelbliche Kronblätter. Die männlichen Blüten sind mit fünf gelbliche Staubblättern ausgestattet. Die weiblichen Blüten sind rötlich. Der Fruchtknoten ist weiß behaart und mit dreiteiliger, rosafarbiger Narbe.
Ab August erscheinen auf den weiblichen Bäumen die Früchte. Sie stehen in auffallend leuchtend roten, bis zu elf Zentimeter langen, aufrechten Rispen. An den kolbenartigen Fruchtständen befinden sich eine Vielzahl an kleinen Einzelfrüchten (ca. 5mm im Duchmesser). Es sind kleine Steinfrüchte, außen samtig behaart und innen mit einem einsamigen Steinkern.
Die Samen werden von kleinen Säugetieren und seltener durch Vögel weit verbreitet.
Der Essigbaum ist schwach giftig. Der weiße Milchsaft des Baumes reitzt die Haut.
Aufgrund seiner raschen Verbreitung und Vermehrung durch Wurzelbrut wird der Essigbaum heute als nicht unbedenklicher Neophyt eingestuft. Selbst kleinste Wurzelteile können zu neuen Bäumen heranwachsen. Er verdrängt die einheimische Fauna und Flora.
Eine Zusammenstellung einheimischer Holzarten finden sie hier:
Holz vom einheimischen Baum





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