Blauglockenbaum Paulownie

Blauglockenbaum Paulownie

Der Blauglockenbaum Paulownia tomentosa ist ein sehr schnell wachsender Baum. Er wird auch Kaiser-Paulownie genannt und ist in die Familie der Rachenblütler (Scrophulariaceae) ein zu ordenen. Weitere Namen sind Kiribaum und Kaiserbaum. Er kommt gut mit dem warmen Mikroklima zwischen Häuserschluchten zurecht. Daher wird er gerne als Straßenbaum angeplanzt. Zudem erfreut er mit sehr schönen violett-blauen Blüten.

Eigenschaften des Blauglockenbaumholzes

Das Blauglockenbaumholz ist sehr leicht und weich. Es ist das leichteste in Europa wachsende Holz. Mit ca. 300 kg pro Kubikmeter ist es wesentlich leichter wie Fichte (ca. 450 kg pro m³ und Linde ca. 500 kg pro Kubikmeter). Das Holz der Paulownia hat einen mittleren Braun-Farbton, der an Vollmilch-Schokolade erinnert. Es gehört zu den ringporigen Hölzern. D.h. die Jahrringe sind deutlich erkennbar durch Streifen größerer Holzporen und Streifen kleiner, dichter Holzporen, ähnlich wie bei der Eiche.

Botanik

Ursprünglich kommt der Blauglockenbaum / die Paulownie aus China. Er wurde im 19. Jahrhundert in unsere Gegend gebracht. Heute ist er in Südeuropa und in wintermilden Gebieten Mitteleuropas an zu treffen. Hier wird er als Zierbaum in Gärten, Parkanlagen und an Straßen angepflanzt. Die Paulownie kommt gut mit dem warmen Mikroklima zwischen Häuserschluchten zurecht. Es ist sogar von Vorteil. Auch gegenüber Abgasen ist sie tolerant.

Der Blauglockenbaum wird etwa fünfzehn Meter hoch und bildet eine harmonische, rundliche Korne aus. Die Äste sind im unteren Bereich seitlich ausgebreitet und ragen im oberen Kronenbereich steil gen Himmel.

Im April bis Mai erscheinen die Blüten. Diese stehen in bis zu 40 cm hohen, aufrechten Rispen am Zweig. Die Blütenstiele sind dicht behaart. Die Knospen sind orange-braun und ebenfalls behaart. In wunderschöner Farbe erscheinen die glockenförmigen, bis zu sechs Zentimeter langen Blüten. Diese sind fünfzählig und duften angenehm. Die Blüten sind zwittrig.

Die Früchte sind eiförmig und bis zu vier Zentimeter lang. Es sind vorne zugespitzt Kapseln, anfangs glänzene grün und im reifen Zustand dunkelbraun. Sie öffnen sich und es fallen schmal geflügelte Samen heraus. Diese können auch bis zu vier Zentimeter lang werden.

Die Blätter der Paulownie sind sehr groß. Sie haben eine Länge von bis zu fünfunddreißig Zentimeter und sind herzförmig, vorne deutlich zugespitz. Sie wachsen gegeständig an sehr langen Stielen (bis zu vierzig Zentimeter) am Zweig. Nach dem Rückschnitt und an Stockaustrieben können die Blätter sogar noch größer werden. Der Blattrand ist glatt und leicht wellig. An der Oberseite sind sie matt dunkelgrün und samtig behaart, an der Unterseite graugrün und dicht behaart.

Die Borke ist hellbraun bis graubraun. Sie ist relativ glatt und mit kleinen orange-roten Korkwarzen versehen.

Die Paulownie ist ein sehr rasch wüchsiger Baum. Auf Plantagen wird er zur Nutzholzgewinnung in Monokulturen angepflanzt.

Neben den oben genannten Vorteilen: rasches Wachstum, Toleranz gegenüber warmen Klima und wunderschöne Blüten, gibt es auch Bedenken. Der Anbau auf Plantagen in Monokulturen macht die Paulownie anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Was zur folge hat, dass zu deren Bekämpfung Pestizide eingesetzt werden. Außerdem ist die Paulownie ein invasiver Neophyt, welcher die einheimischen Pflanzen verdrängt. Aufgrund seiner Regenerationsfreudigkeit ist er gegenüber den einheimischen Pflanzen sehr durchsetzungsstark.

Ungeachtet dieser Bedenken bereichert die Paulownie viele Gärten, Parks und Straßenränder. Dort wird meist die starke Verbreitung dieser Baumart unterbunden. Durch Baumfällungen alter Bäume und bei der Baumpflege fällt immer wieder das Holz diese Baumes, das Kiriholz, an.

Eine Zusammenstellung einheimischer Holzarten finden sie hier: 
Holz vom einheimischen Baum

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