Licht im Möbel

Licht im Möbel ist praktisch: die Schranktüre wird geöffnet und das integrierte Licht im Schrank geht automatisch an und beleuchtet dessen Inhalt.

Besonders angenehm ist dies im Kleiderschrank im Schlafzimmer. Auch ohne große Deckenbeleuchtung können so die passenden Kleidungsstücke herausgesucht werden.

Möchten sie mehr über Licht im Möbel erfahren? Hier finden sie Bilder und Beschreibungen zur Beleuchtungstechnik im Möbel: Beleuchtung im Möbel

Fräsen von Profilen

Möbel aus Massivholz können mit verschiedenen Verzierungen hergestellt werden. Häufig sind diese an den Kanten von Massivholzplatten, oder zum Beispiel am Sockel oder Kranz eines Kleiderschrankes aus Massivholz. Hier sehen sie das Fräsen von Profilen an der Stationärfräse. Die Profilmesser der Fräse geben den Holzleisten die gewünschte Form.

Profile sind Kantenverzierungen in ganz verschiedenen Formen. Das kann eine einfache kleiner Viertelstabfräsung mit einem Radius von drei Millimetern sein, oder eine komplizierte mehrfach kombinierte Fräsung mit Auf-und Abschwüngen in verschiedenen Größen. Ergänzt können diese mit verschiedenen Kanten und Absätzen (Fälzen) werden. In der Zeit des Barock und im Historismus fand die Kunst der Profilierung wohl ihren Höhepunkt.

In unserer Tischlerei können wir eine Vielzahl von verschiedenen Profilen fräsen.

Auf obigem Foto sehen sie halbfertig gefräste Leisten aus Eiche und Esche mit einer kurvigen Auf-und-Abschwung-Fräsung (Karnis genannt). Aus diesen Leisten wird später der Kranz für unseren Kleiderschrank Franziska gefertigt.

Hier sehen sie einen Schrank mit Profilleisten: Kleiderschrank Franziska

Formverleimen

Das Formverleimen ist in der Bearbeitung von Holz eine Technik, um dauerhaft Holzbauteile zu biegen. Dem Holz kann auf diese Weise eine bestimmte, kurvige Form verliehen werden.

Dazu werden mehrere, einzelne Holzplatten mit einer Dicke von etwa 5mm bis 10mm auf eine Form gepresst. Die Form wurde eigens dafür vorher hergerstellt. Zwischen die einzelnen Holzlagen wird ein Klebstoff gegeben. Die Schraubzwingen erreichen einen sehr hohen Druck. Mittels Opferhölzer wird die Oberfläche des Rohlings vor dem Zerquetschen geschützt.

Nach dem Aushärten des Klebstoffes können die Zwingen wieder abgenommen werden. Der Biegerohling hat nun die gewünschte Form dauerhaft angenommen.

So entstehen in unserer Tischlerei gebogene Möbelfronten, Sockel oder Armlehnen für Stühle.

Hier können sie weitere Fotos sehen und noch mehr dazu lesen: Formverleimen von Massivholz

Schwalbenschwanzverbindung

Die Schwalbenschwanzverbindung ist eine alte Holzverbindung im Möbelbau. Auf dem Foto sehen sie eine schräg ausgeführte Schwalbenschwanzverbindung am Beispiel einer kleinen Trittleiter aus Kiefernholz.

Die Oberste Stufe ist mittels einer solchen Holzverbindung mit den Beinen verbunden.

Bis vor ca. 100 Jahren war diese Art der Verbindung von Massivhölzern sehr häufig. Damals hatte man nicht die technischen Möglichkeiten für exakt ausgeführte Dübelverbindungen. Außerdem war das Verhältnis der Kosten für die Arbeitszeit und das Material anders gewichtet.

Heute wird die Schwalbenschwanzverbindung weitgehend von der schneller herzustellenden Dübelverbindung abgelöst. Häufiger anzutreffen ist heutzutage immer noch die traditionelle Schlitz- und Zapfen-Verbindung.

Auf Wunsch stellen wir ihr Möbel in unserer Werkstatt mit einer traditionellen Holzverbindung her. Sprechen sie uns sehr gerne an.

Schlitz- und Zapfen-Verbindung

Stuhlbau und Fertigung von einer Sitzbank aus Holz. Detail Eckverbindung der Beine und Zarken mit Schlitz-und Zapfenverbindung.

Hier sehen sie eine Schlitz-und Zapfen-Verbindung, gefertigt aus Holz. Sie ist nur halb zusammen gesteckt und auf den Kopf gestellt fotografiert.

Die Schlitz- und Zapfen-Verbindung ist eine Holzverbindung im Möbelbau, um Rahmenteile mit einander fest zu verbinden. Sie wird für den Bau von Tischen, Stühlen und Bänken verwendet.

Auf dem Foto sehen sie die Eckverbindung einer auf den Kopf gestellten Sitzbank. Das Bein ragt in die Höhe. Die angrenzenden Zargen haben einen angeschnittenen Zapfen, der exakt in die Zapfenlöcher des Möbelbeines passt. Der Zapfen ist abgesetzt, d.h. er geht nicht über die gesamte Breite der Zarge. Das erhöht die Stabilität der Verbindung.

Viele Tische, Stühle und Bänke sind mittels solcher Gestelle gebaut. Auf das Gestell wird dann die Tischplatte oder die Sitzfläche aufgebracht.

Der Vorteil dieser Holzverbindung ist ihre hohe Haltbarkeit auf engstem Raum. Aufgrund ihrer hohen Belastbarkeit können die Querschnitte der Zargen und Beine reduziert werden. Die Möbel sind dann leichter und sehen optisch auch nicht so schwerfällig aus.

Ein weiterer Vorteil der Schlitz- und Zapfen-Verbindung ist, dass sie, sollte sie doch einmal nach 80 Jahren wackeln, gut wieder repariert und neu verleimt werden kann.

Das beweisen zahlreiche Stühle aus der Zeit des Biedermeier und des Historismus (1820-1895), die aufgearbeitet heute immer noch in vielen Haushalten im Einsatz sind.

In der Tischlerei Reimers Holzgestaltung wird die Schlitz-Zapfen-Verbindung bevorzugt für den Bau von Tischen, Stühlen und Bänken verwendet. Sehen sie hier Möbel mit dieser Holzverbindung: stabile und langlebige Tische, Stühle und Bänke.

Linoleum

Den Werkstoff Linoleum entdeckte man vor über einhundert Jahren. Seither wurde er in seiner Zusammensetzung stets weiter entwickelt. Er besteht aus Mineralstaub und Leinöl. Diese werden auf ein Trägermaterial aufgebracht. Möbel-Linoleum wird 2 mm dick auf Karton hergestellt und Fußboden-Linoleum bis zu 3,5 mm auf Gewebe aus Naturfaser.

Den feinen Werkstoff gibt es in verschiedenen Farben. Bei der Möbelherstellung wird er auf eine Platte aufgeleimt, da er an sich biegsam ist. Die auf dem obigen Foto gezeigten Muster sind nur eine kleine Auswahl. Viele weitere Farben sind erhältlich.

Linoleum besteht aus natürlichen Stoffen und hat weitere positive Eigenschaften. Habtisch wirkt es warm und ist eine angenehme Beschichtung für Tisch und Schreibtisch. Es ist widerstansfähig gegen Abrieb. Daher wird es auch im öffendlichem Bereich (Kindergarten, Schule) als Fußbodenbelag verwendet. Es ist dick. Kommt doch einmal ein Kratzer in das Material, dann fällt er kaum auf, weil das Material durchgefärbt ist. Es ist hygienisch und zudem lädt es sich statisch nicht auf. Daher wird es auch in Krankenhäusern und Kliniken als Fußbodenbelag verwendet.

Wir verarbeiten den wunderbaren Werkstoff bei Möbeln auch gerne zum setzen farblicher Akzente.

Fotos von Möbeln aus unserer Werkstatt mit Linoleum finden sie hier: Möbel mit Möbellinoleum