Fichte

Zweig mit Nadeln der gewöhnlichen Fichte (Picea abies) mit Spinnennetz und Tautropfen

Die gewöhnliche Fichte (Picea abies) wird zuweilen auch Rottanne genannt. Sie gehört in die Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und hat ca. 40 verwandte Arten.

Sie erreicht eine Höhe von 60 Metern und ein sagenhaftes Alter von 1100 Jahren. Interessant ist auch die Veränderung ihrer Wuchsform. In der Tiefebene wächst sie freistehend unten sehr breit und im Hochgebirge ist die Wuchsform eines frei stehenden Baumes sehr schlank, auch im unteren Bereich.

Das Holz der Fichte hat ein Gewicht von 450 kg pro Kubikmeter. Es ist derzeit unser meist genutztes Bauholz.

Im feinen Möbelbau werden die schönsten Fichtenhölzer verarbeitet und die Bretter werden so breit wie möglich in ihrer Größe belassen. Auch im Instrumentenbau ist das Fichtenholz seit Jahrhunderten ein sehr wichtiges Material. So werden die Decken von Streichinstrumenten und von Zupfintrumenten stets aus Fichtenholz gefertigt.

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Esche

Ansicht Blatt der gewöhnlichen Esche, (Fraxinus excelsior)

Die Esche, lateinisch Fraxinus excelsior hat ca. 70 verwandte Arten und gehört in die Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae).

Die Esche erreicht eine stattliche Höhe von 50 Metern und ein Höchstalter von 300 Jahren. Sie kann an feuchten und trockenen Standorten stehen, bevorzugt jedoch humusreichen Boden. Auffallend sind die schwarzen, bereits im Winter erscheinenden Knospen.

Das Holz der Esche ist hart, biegsam und elastisch. Es hat ein Gewicht von 750 kg pro Kubikmeter. Das Eschenholz wird gerne im feinen Möbelbau verwendet. Zudem ist es auf Grund seiner Eigenschaften ein traditionelles Holz für den Bau von Sportgeräten, Ski, Schlitten, Kutschen und Fahrzeuggestellen. Das Holz hat eine helle Farbe. Durch die UV-Strahlung wird es mit der Zeit gelblich. Die Struktur der Holzporen ist dem Eichenholz ähnlich.

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Eberesche

Die Eberesche (Sorbus aucuparia) wird auch Vogelbeere genannt.

Die Eberesche gehört zu der Familie der Rosengewächse. Erkennbar ist dies an ihren Blüten mit ihren fünf Kelch- und fünf Kronblättern , sowie der Vielzahl an Staubblättern. Innerhalb dieser großen Familie wird sie in die Unterfamilie der Apfelfruchtigen eingeordnet. Im botanischen Sinne trägt sie also keine Beeren.

Das Holz der Eberesche ist von hellbrauner Farbe. Lebendig zeichnen sich hellere und dunklere, auch fast rötliche Farbstrukturen ab. Die Holzsubstanz ist sehr feinporig, kann also gut poliert werden und ist recht schwer und hart. (Härte ähnlich Rotbuchenholz)

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Erle

Frucht grün und Blatt der Schwarz-Erle Alnus glutinosa

Die Schwarzerle (Alnus glutinosa) gehört mit der Grauerle (Alnus incana) in die Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Die Erle ist ein Baum, der feuchte Standorte liebt. An dieser Stelle geht es vor allem um die Schwarzerle, da diese zu größeren Bäumen heranwächst.

Die Schwarzerle erreicht eine Höhe von 33 Meter und ein Alter von 150 Jahren. Sie wächst entlang von Gewässern, in Auen und Bruchwäldern. Ihre Früchte sind grüne Kätzchen, die sich später zu schwarzen, verholzten Zapfen entwickeln.

Das Holz der Erle hat ein Gewicht von 530 kg pro Kubikmeter. Es hat einen rosa-lachsfarbenen Farbton. Die Jahrringe sind fein gezeichnet. Eine Besonderheit des Holzes ist seine gute Haltbarkeit unter Wasser. Es wird daher nicht nur für Schleusentore und Fässer verwendet. Auch für den feinen Möbelbau ist dieses schöne Holz eine gute Wahl.

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Elsbeere

Die Elsbeere (Sorbus torminalis) gehört ebenso wie Kirsche und Apfel in die Familie der Rosengewächse. Sie ist ein wärmeliebender Baum und kommt bei uns recht selten vor. Hier und da wird sie im Forst bewust angeplanzt.

Die Elsbeere erreicht eine Höhe von 30 Metern und ein Höchstalter von 300 Jahren. Auffallend sind ihre recht großen, bis zu 12 cm langen Blätter. Sie sind seitlich wie eingeschnitten, so dass 7 bis 9 einzelne Lappen entstehen, welche jeweils spitz zulaufen und an ihren Rändern fein gezahnt sind. Die Früchte sind ca. 2 cm groß, erst grünlich, später gelb-orange und dann hellbraun. Eigentlich handelt es sich bei den Früchten nicht um Beeren, sondern um kleine Äpfel.

Das Holz hat ein Gewicht von 720 kg pro Kubikmeter. Es hat eine attraktive rosa-bräunliche Färbung mit feiner Zeichnung. Im polierten Holz spiegeln sich lebendige Lichtreflexe. Es wird zum Bau von Musikinstrumenten und feinen Möbeln gerne verwendet.

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Eibe

Detail Nadeln und Frucht, Beere, am Zweig der Eibe, (Taxus baccata)

Die Eibe (Taxus baccata) gehört in die Familie der Eibengewächse (Taxaceae). Sie ist ein sehr langsam wachsender Baum, der in seiner Erscheinungsform oft als Strauch wahr genommen wird.

Die Eibe wird maximal 18 Meter hoch und erreicht ein stolzes Alter von 1800 Jahren. In unseren Wäldern kommt sie nur hier und da zufällig vor. Obwohl die Samen ihrer Beeren von den Vögeln weitflächig verbreitet werden. Doch ihr äußerst langsames Wachstum hat sie aus unseren Forstwäldern verdrängt. Häufiger ist sie in Gärten, Friefhöfen und Parkanlagen zu finden.

Alles an der Eibe ist giftig. Außer der rote Fruchtmantel der Samen.

Das Eibenholz ist mit Sicherheit das härteste aller einheimischen Hölzer. Es hat ein Gewicht von 840 kg pro Kubikmeter. Der Farbton des Holzes ist dunkel, gelblich, rötlich bis bräunlich und ist von dunkelbraunen Streifen durchzogen. Genauso wild und knorrig wie der Stamm der Eibe von außen aussieht, ist auch die Maserung des Eibenholzes gezeichnet. Zudem sind viele Äste eingewachsen. Der dünne Splintbereich ist hellgelb.

Das sehr harte Eibenholz wurde für Bögen und andere Waffen verwendet. Reimers Holzgestaltung legt das wertvolle Eiben-Holz gerne in andere Hölzer als wilden Kontrast ein.

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Apfelbaum

Ansicht Apfelbaum (Malus sylvestris), Detail Apfel mit Blatt, alte Sorte Jonathan

Es gibt etwa 25 verwandte Arten. Der Kultur-Apfelbaum (Malus domestica) ist aus der Kreuzung verschiedener Wildarten entstanden. Eine wilde Art ist z.B. der Holzapfel (Malus sylvestris) oder der Paradies-Apfel (Malus pumila).

Der Kultur-Apfelbaum kommt in unterschiedlichen Wuchsformen vor. Diese ist abhängig von der Unterlage, der Erziehung und dem Schnitt. Auffällig ist der knorrige Stamm, Äste, die in den Himmel ragen und Zweige, die bogenförmig nach unten hängen. Im oberen Teil der Krone gibt es immer Triebe, welche steil senkrecht gen Himmel wachsen.

Die Höhe des Baumes beträgt in etwa zehn Meter. Das Höchstalter ist mit 200 Jahren erreicht. Die astfreien, unteren Stämme sind oft recht kurz und können Durchmesser bis 60 cm erreichen.

Das Gewicht des Holzes beträgt ca. 750 kg pro Kubikmeter. Es ist dunkelbraun, lebendig gemasert und hat einen hellen Splint. Das feinporig und recht harte Holz lässt sich gut polieren. In der Drechslerei und im feinen Möbelbau findet das attraktive Holz Verwendung.

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Douglasie (Douglastanne)

Douglasienholz Douglastanne geschliffen und geölt

Der lateinische Name der Douglasie (Douglastanne) lautet Pseudotsuga menziesii. Sie wird mit in die Familie der Kieferngewächse (Pinceae) eingeordnet.

Sie erreicht eine stolze Höhe von 133 Meter und ein Alter von 1000 Jahren. Ihr Stamm wird bis zu 300cm im Durchmesser. Ursprünglich beheimatet ist die Douglasie im Westen Nordamerikas. Wegen ihres raschen Wuchses wird sie auch bei uns im Forst angeplanzt.

Das Holz der Douglasie hat ein Gewicht von 440 kg pro Kubikmeter. Es hat einen hohen Harz- und Gerbsäuregehalt. Daher eignet es sich gut für Arbeiten im Außenbereich. Auch zu Möbeln kann es sehr gut verarbeitet werden. Im Möbelbau ist sie auch als Oregon Pine bekannt.

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Birnbaum

Detail Frucht, Birne, und Blatt vom Birnbaum (Pyrus communis)

Die Kultur-Birne (Pyrus communis) entstand schon im Altertum aus mehreren in Europa und Westasien heimischen Wildarten. Anfänglich wurde sie in Persien veredelt. In Mitteleuropa erst seit dem 15. Jahrhundert.

Die aus Asien stammende Wildbirne (Pyrus pyraster) hat kleine, bitter schmeckende Früchte. Sie werden von Wildschweinen und Hirschen gerne gefressen.

Die Wildbirne erreicht eine Höhe von 20 Meter und ein Höchstalter von 300 Jahren. Die Birne gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und hat 20 verschiedene verwandte Arten.

Das Holz der Birne hat ein Gewicht von 720 kg pro Kubikmeter. Die Maserung ist fein gezeichnet und sehr lebendig. Lichtreflexe spiegeln sich im gut poliertem Holz. Das zart-rötliche bis rosa Holz lässt sich hervorragend zu feinen Möbeln und zu Musikinstrumenten verarbeiten.

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Buche / Rotbuche

Buche, Rotbuche im Wald

Buche / Rotbuche, die gewöhnliche Buche (Fagus sylvatica) wird auch Rotbuche genannt. Sie gehört in die Familie der Buchengewächse (Fagaceae) und hat 10 verschiedene verwandte Arten.

Die Rotbuche kann eine Höhe von 44 Meter und ein Höchstalter von 900 Jahren erreichen. Sie bildet mit ihrem dichten Kronendach geschlossene Buchenwälder. Auffallend ist ihr glatter und grauer Stamm mit sehr dünner Rinde. Die ölhaltigen Früchte (Bucheckern) werden gerne von vielen Tieren gefressen.

Das Holz der Rot-Buche ist neben dem Weißbuchenholz (auch Hainbuche oder Hagebuche) das härteste aller einheimischen Hölzer. Es hat ein Gewicht von 740 kg pro Kubikmeter. Es ist sehr feinporig und kann gut poliert werden. Es wird zu Parkett, Werkzeug Spielzeug und Möbeln verarbeitet.

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